Informationen aus der ADK-Sitzung vom 09.05.19

Nachricht 15. Mai 2019

Die Tarifparteien im Bereich der Länder einigten sich in der Tarifrunde 2019 auf Entgelterhöhungen in drei Schritten, zum 1. Januar 2019, zum 1. Januar 2020 und zum 1. Januar 2021. Dabei wurde keine feste prozentuale Entgelterhöhung vereinbart, sondern es wurde jeweils zu den Stichtagen ein Gesamterhöhungsvorlumen festgelegt, welches sich auf die verschiedenen Entgeltgruppen und die entsprechenden Entgeltstufen unterschiedlich stark auswirkt. So wird die Entgeltstufe 1 überproportional angehoben, und die unteren Entgeltgruppen profitieren aufgrund der vereinbarten Mindesterhöhung von 100,- € für Vollzeitbeschäftigte zum 01.01.2019 überproportional. Die durchschnittlichen vereinbarten Erhöhungen betragen zum 01.01.2019 3,2 %, zum 01.01.2020 3,2 % und zum 01.01.2021 1,4 %. Die Entgelte für Praktikantinnen und Praktikanten im Geltungsbereich des TV Prakt-L werden zum 01.01.2019 und zum 01.01.2020 jeweils um 50,- € erhöht.

Die in der Entgeltordnung des TV-L bisher vorhandene „kleine“ Entgeltgruppe 9 wird abgeschafft. Stattdessen werden eine Entgeltgruppe 9 a und Entgeltgruppe 9 b jeweils mit normalen Stufenlaufzeiten und 6 Stufen eingeführt. Die bisherige „kleine“ Entgeltgruppe 9 wird zur Entgeltgruppe 9 a und bringt langzeitbeschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf lange Sicht mehr Einkommen. Die bisherige „große“ EG 9 heißt nun EG 9 b.

Besondere Verbesserungen wurden auch für den Sozial- und Erziehungsdienst, die Pflegekräfte und für Lehrkräfte erreicht. Im Gegenzug stimmten die Gewerkschaften als Teilkompensation dem Einfrieren der Jahressonderzahlung bis 2022 zu. Über alle weiteren Punkte der Tarifeinigung neben der Entgelterhöhung für die Beschäftigten der Länder wird die ADK verhandeln, sobald die Änderungstarifverträge für den Länderbereich offiziell bekanntgegeben werden.

Siegfried Wulff